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Impressionen Kawasaki KX250F Modelljahr 2011

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14. Juli 2010

Im italienischen Gallarate konnten wir die ersten Meter auf der neuen KX250F Modelljahr 2011 absolvieren.


Die neue KX250F besitzt zwei wirklich grosse Veränderungen: Einerseits die komplett neue SFFGabel (Seperate Function Front Fork) von Showa und andererseits die elektronische Einspritzung. Diese neue Gabel von Showa trennt die Feder- von der Dämpfungsseite. Das heisst, im rechten Gabelrohr befindet sich eine recht starke Feder und im linken Gabelrohr die komplette Dämpfung ohne Gabelfeder. Am rechten Gabelrohr wurde so Platz geschaffen für einen Vorspannungseinsteller. Dieser unterstützt die Feinabstimmung und beeinflusst die vordere Fahrhöhe der Gabel und somit die Balance des Bikes. Die Schwinge ist neu baugleich mit der KX450F und sorgt für mehr Traktion und Stabilität. Weitere Veränderungen wurden an den Motorhalterungen, an der Steuerzeit über die Einlassnockenwelle, am Ventilhub, an der Positionierung der Zündkerze, am Einlasskanal, an der Schaltung, am Kolben und am Auspuff, welcher nun deutlich leiser ist, vorgenommen.

Nach max. drei Kicks startet die nun eingespritze KX250F problemlos. Durch den neuen Auspuff brummt die Grüne nun etwas leiser als im 2010 und ist somit auf die neuen Lärmnormen angepasst. Da die Fahrwerksgeometrie praktisch identisch geblieben ist, fühlt man sich auf Anhieb wohl. Das Motorrad ist nach wie vor sehr handlich und lässt sich vom Fahrer präzise lenken. Die neue SFF-Gabel war zu Beginn des Tests noch etwas nervös. Nach Einstellungsveränderungen, waren wir jedoch durchaus zufrieden. Die Gabel spricht sehr gut an und dämpft bereits kleinste Unebenheiten weg. Bei grösseren Löchern dämpft sie solide und sorgt beim Fahrer für grosses Vertrauen. Die neue Einstellmöglichkeit der Vorspannung an der Gabel erwies sich als sehr sinnvoll. Dadurch kann auch nach einigem Gebrauch der Dämpfung die Feder wieder auf die Ausgangslage eingestellt werden. Der hintere Dämpfer funktionierte wie bereits beim Vorgänger tadellos und ist gut auf die neue Gabel abgestimmt.

Mit der Einspritzung ist die KX250F nun noch sanfter zu fahren. Sie stellt jedoch zu jeder Zeit die gewünschte Leistung zur Verfügung. Wir hatten zuerst den Eindruck, dass der Motor nun etwas weniger hoch dreht. Die Kawasaki Ingenieure stellten jedoch klar, dass die max. Drehzahl sogar um 200 U/min gesteigert wurde, was aufgrund der Einspritzung jedoch nicht wahrgenommen wird. Die Leistungsentfaltung ist sehr linear und das Bike somit einfach zu bewegen. Auf rutschigem Untergrund kommt dies dem Fahrer sicher entgegen, da nun mehr Traktion vorhanden ist, als beim letztjährigen Vergasermodell.

Fazit Mike Stalder (KX450F Fahrer)
Die KX250F bleibt sich selber treu. Der Motor läuft dank der Einspritzung hervorragend, ist nun aber einfacher dosierbar. Für die neue Gabel fehlen zur Zeit noch Erfahrungswerte. Nach einigen Modifikationen war ich mit dem neuen Set-Up glücklich. Zudem bringt die neue Gabel Vorteile bei den Abstimmungsmöglichkeiten und den Wartungsarbeiten.