Kawasakis Wasserstoff-Motorrad HySE auf dem Circuit in Le Mans
Bei der 60. Austragung des legendären 24-Stunden-Endurancerennens von Le Mans am Wochenende des 19. und 20. April sorgte Kawasaki gleich mehrfach für Aufsehen: Die Ninja ZX-10RR führte das Rennen über mehrere Stunden an und erreichte schliesslich einen Podiumsplatz, während die Marke gleichzeitig ihre fortschrittliche Wasserstoff-Fahrzeugtechnologie präsentierte.
Auf Einladung der Rennorganisatoren ASO – die auch für das weltberühmte Radrennen Tour de France verantwortlich sind – brachte Kawasaki das Forschungsprototyp-Motorrad HySE nach Le Mans, begleitet vom Testfahrer Matthias Hoeppner.
Als Mitglied der Hydrogen Small mobility & Engine technology Association (HySE) hat Kawasaki eine Maschine entwickelt, die auf der Ninja-Plattform basiert und ausschliesslich mit Wasserstoff betrieben wird, der in speziellen Tanks an beiden Seiten hinten am Fahrzeug gelagert ist. Mit praktisch keinen Emissionen – abgesehen von etwas harmloser Wasserdampfentwicklung – zeigt das HySE-Motorrad eindrucksvoll, dass Wasserstoff als „Kraftstoff der Zukunft“ nicht nur für Autos, sondern auch für Motorräder einsetzbar ist.
Vor Tausenden von Zuschauern und unter den Augen von Gilles Huttepain, Vizepräsident von ASO, sowie Mathieu Kassovitz, offizieller Starter des Rennens 2025, verließ Matthias Hoeppner die Boxen nur 15 Minuten vor Rennstart und absolvierte eine beeindruckende Demonstrationsrunde auf der 4,13 km langen Strecke bei feuchten Bedingungen.
Für ASO ist diese Einladung Teil der langfristigen H24-Strategie, die schliesslich ein 24-Stunden-Rennen für elektrisch und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge vorsieht. Für Kawasaki, die inzwischen ein Portfolio aus Benzin-, Elektro- und Hybridmotorrädern anbieten, war der Auftritt ebenso bedeutend: Kawasaki Motors France richtete im öffentlichen Bereich der Rennstrecke eine Ausstellung ein, die Besucher über vier Tage hinweg einlud, die aktuellen und neuen Technologien zu entdecken und Fragen an das Team zu stellen.
Weitere wasserstoffbezogene Highlights, darunter eine Kinder-“Eisenbahn” und ein wasserstoffbetriebener Generator, unterstrichen den grünen Fokus der Veranstaltung und harmonierten perfekt mit der Mission der HySE-Gruppe, die offensichtlichen Umweltvorteile von Wasserstofffahrzeugen zu erforschen.
Über seine Demonstrationsrunde sagte Matthias Hoeppner:
„Unsere Forschung im Bereich Wasserstoff zeigt eindrucksvoll die Kawasaki-Prinzipien: neue Technologien nicht nur zu erforschen, sondern auch praktisch anzuwenden. Als Testfahrer kenne ich die HySE-Maschine inzwischen gut, doch jedes Mal, wenn ich sie fahre, ist es ein aufregendes Erlebnis, zu wissen, dass sie ausschließlich mit Wasserstoff betrieben wird. Die Demonstrationsrunde wurde weltweit live übertragen, und das grosse Publikum schätzte es sehr, ein funktionierendes Beispiel für wasserstoffbetriebene Motorräder zu sehen.“