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24 Juni 2014 IDM: Roman Stamm erneut auf dem Podium in Oschersleben

Am vergangenem Wochenende gastierte die SUPERBIKE*IDM in der etropolis Motorsportarena Oschersleben zum 3. Lauf der Saison 2014. Für Roman Stamm hieß die Ausbeute zwei 2. Plätze, die ausgelassene Stimmung im Team blieb jedoch aus.
Bereits in der Woche vor dem dritten Rennwochenende testete das Kawasaki Schnock Team Shell Advance in der Motorsportarena Oschersleben. „Wir haben einiges ausprobiert, und ich denke, dass wir gut vorbereitet sind. Mit Roman können wir um den Sieg fahren,“ so Roman Raschle,der Teamleiter, nach dem Test.

Bereits im Training untermauerte Roman Stamm die gute Vorbereitung. Mit der schnellsten Rundenzeit sicherte sich der Schweizer die beste Ausgangsposition für das Rennen. Christian von Gunten, immer noch leicht gehandicapt durch seinen Handgelanks-Bruch von Zolder, biss die Zähne zusammen und fuhr einen zufriedenstellenden 7. Startposition ein. Nachwuchspilot Jasha Huber komplettierte die top ten.
Das erste Rennen der IDM Supersport ging bereits am Samstagnachmittag über die Bühne. Kurz vor dem Lauf hatte es kurz angefangen zu nieseln. Roman Stamm erwischte einen nicht ganz so guten Start und verlor einige Plätze, nur als Vierter kam er aus der ersten Runde. Aber es dauerte nicht lange, da war der Kawasaki-Pilot schon auf dem Vormarsch und hatte sich an das Hinterrad vom Führenden Marvin Fritz geklemmt. Gegen das starke Duo an der Spitze hatten die folgenden Piloten wie Pepijn Bijsterbosch und Tatu Lauslehto nicht wirklich eine Chance. Auf über 17 Sekunden war ihr Vorsprung angewachsen. Als es im letzten Renn-Drittel an die Überrundungen ging trennte Fritz und Stamm lediglich 0,1 Sekunden. In der vorletzten Runde griff dann Stamm an und bremste sich Ende der Start-und Zielgeraden an Fritz vorbei. Doch durch einen kleinen Rutscher vom Schweizer konnte Fritz wieder durchschlüpfen und das Rennen ganz knapp für sich entscheiden. Roman Stamm kam als 2. ins Ziel. „Hinter Marvin zu fahren war kein Problem. Ich hatte noch etwas Luft und wollte am Schluss angreifen. Da hatte ich aber leider einen kleinen Vorderrad-Rutscher und musste vom Gas gehen. Marvin hatte heute wohl den besseren Grip,“ so der Kawasaki-Pilot nach dem Rennen.

Christian von Gunten hatte zwar noch mit Schmerzen in der Hand zu kämpfen, konnte sich aber über einen guten 5. Platz freuen. „Unter diesen Umständen bin ich schon sehr zufrieden. Klar tat es noch weh, aber ich bin schon im Training längere Stints am Stück gefahren. So wusste ich, ich kann das Rennen ohne größere Probleme durchfahren,“ erzählt Christian danach.

Auch Jasha Huber hatte Grund zur Freude. Mit Platz 6 kam er direkt hinter seinem Teamkollegen ins Ziel – nach einem ebenfalls 6. Platz beim Saisonauftakt, das beste Ergebnis in dieser Saison.

Auch im zweiten Rennen am Sonntag zogen dunkle Regenwolken auf, aber noch war es trocken. Roman Stamm wollte im zweiten Lauf endlich den Sieg und kam dementsprechend motiviert und nach einem Blitzstart mit bereits 1 Sekunde Vorsprung aus der ersten Runde zurück. Im ersten Drittel konnte der Kawasaki-Pilot die Spitzenposition auch locker halten, doch es war wieder einmal Marvin Fritz der von hinten bedrohlich näher kam. Erneut entbrannte ein spannender Zweikampf mit einigen Platzwechseln - mal war Fritz vorne, mal Stamm. Doch dann kamen dicken Regentropfen, und die ersten Überrundungen standen an. Stamm kam mit dieser Situation besser zurecht. Eine Runde später wurde das Rennen dann aufgrund des einsetzenden Regens abgebrochen. Da laut Reglement eine Runde vor dem Abbruch gewertet wird, wo Fritz noch vorne war, bekam er auch den Sieg zugesprochen. Roman Stamm musste sich wieder mit Platz 2 zufrieden geben. Sichtlich enttäuscht musste der Schweizer nach einem stark gefahrenem Rennen diese Niederlage akzeptieren.

Auch Christian von Gunten war über den Verlauf des 2. Laufes in der Motorsportarena Oschersleben nicht gerade glücklich. Am Anfang noch auf Platz 5 und 6 fahrend, rutschte er  bei einsetzendem Regnen auf Rang 9 zurück. „Ich mag Regen halt nicht, da bin ich zu vorsichtig,“ sagte ein niedergeschlagener von Gunten. Jasha Huber verpasste den Start völlig und musste sich  von Platz 18 wieder nach vorne arbeiten. Mit Rang 15 war der Kawasaki-Nachwuchs aber alles andere als happy.
In der Gesamtwertung führt weiterhin Marvin Fritz mit 140 Punkten, vor Roman Stamm mit 121 Zählern.

Die Schnock-Pioten in der Klasse der Superstock 1000, die gemeinsam mit der Superbike an den Start geht, hatten es in Oschersleben besonders schwer. Durch Gaststarter der holländischen Meisterschaft war das Starterfeld auf 36 Fahrer angewachsen – ordentlich Betrieb also auf der Rennstrecke. Für Chris Burri hieß es nach dem Zeittraining Startplatz 20 (in der Superstock-Wertung Platz 6) und für Ville Valtonen Rang 28 (STK 1000: 10.).

Nach dem Start waren es mal wieder die Ducati-Piloten Xavi Forés und Max Neukirchner, die das Rennen unter sich ausmachten. In der Superstock-Wertung kämpfte erneut Lucy Glöckner um den Sieg, musste sich jedoch ihrem Markenkollegen Marco Nekvasil geschlagen geben. Chris Burri fightete tapfer in einer Dreiergruppe und beendete das Rennen als Sechter. Der Finne Valotonen hatte da etwas mehr Mühe und kam im ersten Lauf über Platz 9 nicht hinaus. Das Rennen wurde aufgrund eines Sturzes von Ari Vos vorzeitig abgebrochen.
Auch im zweiten Rennen waren die Ducatis von Forés und Neukirchner an der Spitze nicht zu bremsen. In der Superstock-Wertung sicherte sich Marco Nekvasil einen Doppelsieg. Nach einem guten Start kämpfte sich Burri auf Platz 4 nach vorn und verpasste so nur knapp das Podium. Auch der Finne Valtonen hatte diesmal einen besseren Lauf, den er als 6. beendete. Er konnte sogar den Superbike-Piloten Marc Buchner locker hinter sich halten.

Nach einem weiteren Testtag am Montag in Oschersleben geht es für das Kawasaki Schnock Team Shell Advance weiter zum Nürburgring, wo bereits nächstes Wochenende der 4.Lauf der SUPERBIKE*IDM stattfinden wird.

Text: Cornelia Fulk
Fotos: Jörg Wiessmann